Mittwoch, 16. Juni 2010

Kanada und USA

Viel ist passiert.. folgend ein paar Ausschnitte aus dem Erlebten. Nur Ausschnitte denn würde ich alles schreiben müsste ich jetzt schon ein Buch verfassen. J Leider hatte ich die ganze Zeit keine gute Internetverbindung mit meinem Laptop um Bilder hochladen zu können. Nun ist es soweit und hier Bilder für Euch... Sind selbstverständlich viel mehr entstanden. J

Nach einer langen Reise durch USA war ich froh endlich in Kanada angekommen zu sein. Dort wurde ich von meinem Freund Paul abgeholt. Am nächsten Tag musste Paul unerwartet arbeiten somit bin ich mit ihm in die Stadt gefahren und habe Toronto mit dem Sightseeingbus kennengelernt. Sightseeingbusse sind in den meisten Städten wirklich nur zu empfehlen besonders in Toronto denn das Ticket war eine Woche gültig und man konnte den ganzen Tag ein- und aussteigen. J Toronto ist eine sehr saubere und schöne Stadt mit Menschen aus ganz vielen verschiedenen Ländern. Bis jetzt ist Toronto für mich die Stadt mit dem meisten MulitKultianteil. Bei Freude an Shoppen ist man in Toronto gut aufgehoben. Es gibt dort über 20 km ein unterirrdisches Shoppingcenter neben all den anderen Möglichkeiten.

Paul und ich haben Do. Angela kennengelernt. Paul kannte sie aus dem Internet somit war das schon eine spannende Geschichte. Angela und ich haben uns direkt super verstanden und sie meinte dann Anja ich nehme Dich übers Wochenende mit nach Tillsonburg. Somit war ich dann ab Sa. mit Angela unterwegs und habe auch noch Kanadas Country kennengelernt. Wunderschön. Ihr Vater wohnt in dem schönsten Haus was ich je gesehen habe. Direkt an einem See mit Wildgänsen und schöner Natur. War echt ein zauberhafter Ort. Dort haben wir ihren Sohn abgeholt. Am nächsten Tag sind wir zu den Niagara Fällen gefahren und sogar mit einem Boot ganz nah an die Fälle gefahren. War echt ein tolles Erlebnis und vor allem ein nasses. J Zu diesem Zeitpunkt war ich in Kanada und USA zu gleichen Zeit. Auf unserem Weg zurück nach Tillsonburg haben wir einen Freund von Angela besucht. Er ist aus Trinidad und kommt zur Session nach Kanada um Geld zu verdienen. Dort leben die Session Arbeiter dann auf kleinen Farmen zu acht oder so in einem kleinem Haus. Die Bedingungen vor Ort waren nicht gut. LAngela sagte dass es in Kanada vergleichbare Verhältnisse zur Sklaverei gibt. Ich habe davon auf jeden Fall einen Eindruck bekommen.

Nach ein paar Tagen bin ich mit dem Zug zurück nach Toronto gefahren. Leider konnte ich Paul nicht erreichen somit musste ich meinen Weg irgendwie zu ihm finden. Das war eine größere Herausforderung und nach mehreren befragten Leuten bin ich dann zumindest in der Gegend angekommen, zumindest hoffte ich das. Letztlich habe ich auf einem großen Parkplatz ein Auto gesehen mit drei Männern und dachte mir, dass sie vielleicht ein Navigationsystem haben. Dem war auch so. Nun wusste ich dass ich so gut wie Zuhause (nicht Daheim, is klar) war. J Die drei afrikanischen Männer haben mir dann angeboten mich dort hin zu fahren. Nach kurzer Überlegung habe ich mich darauf eingelassen mit dem Gedanken es wird schon gut gehen. Und es ging besser als gut. Von diesem Tag an war ich für die Rest der Zeit mit den „Jungs“ unterwegs und habe ein wenig afrikanisches Essen und Kultur kennengelernt. Alle drei sind Geschäftsmänner und von da an habe ich für nichts mehr zahlen müssen. Somit wurden meine Impfungen bei einem kanadischen Arzt, eine super tolle Kodak Kamera, Essen, Alkohol und 100 kanadische $ von meinen afrikanischen Freunde für meine kleine Weltreise gesponsert. Sie fanden es sehr beeindruckend dass ich alleine reise und konnten gut verstehen dass ich für jede Unterstützung mehr als dankbar bin. Ich konnte mein Glück somit kaum fassen dass ich per Zufall so viele tolle Leute kennengelernt haben. Die Jungs haben mich dann auch zum Bus gefahren der mich direkt über Nacht nach NYC gebracht hat. Morgens um 5:30 Uhr war ich dann in NYC. In NYC wohnte ich bei Montez und seiner Familie in Harlem in den „Projects“ bzw. Ghetto. Das heißt keiner hat Geld oder ein Job bis auf Montez. Es ging jetzt nicht mehr darum günstiges Essen zu finden sondern das günstiges Essen überhaupt. Nie habe ich zuvor für so viele Leute gekocht. In vielen Aspekten war es eine Umstellung und ich habe viele neue Eindrücke sammeln können und konnte sehr viel dazu lernen. Die Familie wollte nicht dass ich irgendwo alleine unterwegs bin. Außer mit dem Fahrrad durch den Feierabendverkehr. J Somit waren Montez und ich viel mit dem Fahrrad unterwegs aber ich auch oft alleine. Sicherlich eine Herausfoderung in New York City. Montez und sein Kumpel Deen haben mir gaaanz NYC gezeigt. Ich habe alles gesehen was ich sehen wollte und wir sind fast durch den ganzen Central Park gelaufen der wunderschön ist. Durch Montez habe ich viele tolle Leute kennengelernt und die unterste soziale Schicht in USA anders als ich das auch schon kannte. NYC ist nicht vergleichbar mit anderen „Ghettos“. Eines Abends habe ich diesbezüglich meine Erfahrungen gemacht. Abends um 8 Uhr fielen 5 Schüsse direkt um die Ecke bei einem kleinen Geschäft. Wie Montez sagt bullets have no name. Kugeln haben keinen Namen. Es wurden zwei unschuldige Menschen getötet. Diese Situation hat mich schon sehr nachdenklich gemacht. Aber so leben Montez und seine Familie. Trotz allem fühlte ich mich dort sehr sicher. Wir wohnten direkt in der Nähe vom Central Park und NYC gefällt mir nun richtig gut. Als ich damals hier war als Tourist hat es mir nicht gefallen. Jetzt fühle ich mich wie in New Yorker. J Leider wurde mir an meinem letzten Abend im Club meine Kamera geklaut. Nun weiß ich aber das ich immer super vorsichtig sein muss.. Somit war es eine Lektion.

Zwischenzeitlich bin ich dann mit dem Bus nach Highland Falls gefahren um meine Patenkinder zusehen. Es war sehr sehr schön ich habe die leider sehr kurze Zeit mit ihnen und in einer Kleinstadt sehr genossen. Nach meinem kurzen Aufenthalt war ich dann wieder zurück in NYC und nun auf dem Weg nach Washington DC. In Washington war ich nur für eine Nacht und bin dann mit dem Bus nach Indianapolis gefahren. Vorgesehen waren 14 Std. Busfahrt. Da ich meinen Transferbus verpasst habe war ich dann 20 Stunden mit den Greyhoundbussen unterwegs und hatte 3 Stops. In Indianapolis habe ich dann die Stumpfs getroffen. Die Stumpfs habe ich vor ca. 8 Jahren in Madrid kennengelernt als unser Flugzeug kaputt war und wir eine Nacht in Madrid verbringen mussten. Ich habe immer gesagt dass ich sie irgendwann mal besuchen würde. Nun war es soweit. Es war total schön sie wiederzusehen. Jerry ist ein Collegelehrer und Jacquie eine Grundschullehrerin. Beide haben sie mir Arbeitsstätten gezeigt. Überall waren Kameras installiert. Alles ein wenig anders als in Deutschland. An einem Tag haben wir einen Ausflug nach Kentucky gemacht und haben dort die Geschichte über die Shakers kennengelernt. Die Shakers waren eine gläubige Gemeinde mit ihren eigenen Liedern und Gebräuchen aber vor allem waren sie komplett isoliert von der Außenwelt. Da sie wie Brüder und Schwestern lebten fanden sie um 1910 keine neuen Mitglieder mehr.

Ich hatte eine tolle Zeit mit den Stumpf und deren Enkelkindern. Von Indianapolis bin ich dann mit dem Bus nach Chicago gefahren. Chicago hat mir sehr gut gefallen. Eine wunderschöne Stadt. Nachdem ich das Wochenende in Chicago verbracht habe bin ich wieder nach NYC zurück geflogen da mein Freund Jörg aus Deutschland in NYC war und somit konnten wir uns wiedersehen. Es war wundervoll mit Jörg in NYC zu sein. Von NYC ging es dann mit dem Flugzeug nach Houston. Und nun arbeiten Samantha und ich an einem Masterplan für die nächsten 14 Tage. Die Zeit ging viiiel zu schnell um.. L

Viele Grüße von mir an Euch aus Houston.

Anja




time square

mein Patenkind Justin
skydeck in Chicago. Höchstes Gebäude in USA

Käse und Karamellpopkorn gemischt.. super super lecker
Subway über den Straßen von Chicago
skyline Chicago
Niagarafälle
auf dem Weg zurück nach NYC
die Stumpfs
mein Patenkind Andre
Subway NYC
in so einem Haus in NYC habe ich gewohnt
Wallstreet
in der Nachbarschaft in NYC


Dienstag, 20. April 2010

Internet im Bus... und ich bin jetzt in Canada

..im Moment in Canada mit dem Bus unterwegs und ich habe Internet. Top :-) Müsste bald in Toronto ankommen. War gestern noch in Louisiana hab 1 Std geschlafen und bin den ganzen Tag durch USA geflogen. Stop in Atlanta und dann in Buffalo. Buffalo macht einen sehr schönen Eindruck ggf. werde ich dort nochmal mehr Zeit verbringen. Habe nämlich Dr. Tom kennengelernt. Ein sehr interessanter Collegelehrer. Er wird aber bald in Rente gehen und ggf. nach Irland mit seiner Frau ziehen... Wir haben nebeneinander im Flugzeug gesessen.

Wir werden sehen was sich noch alles ergibt.

viele Grüße aus dem Megabus (so nennt der sich..)
Anja

Sonntag, 18. April 2010

2 Wochen TX

Country dancing with Samantha and Bridget
Line dance at the big Texas dance hall and Sallon
mein erstes Softballspiel


In Dallas
seit 8 Jahren nicht mehr gesehen. Meine Freundin Ayumi
YAY :-)
Down Town Dallas


Am Dienstag werde ich über Atlanta nach Buffalo NY fliegen, um dort mit dem Bus nach Toronto zu fahren. Ich habe die Zeit in TX sehr genossen und habe viele nette Leute kennen gelernt.

Zwischenzeitlich habe ich darüber nachgedacht ein Profi Softballspieler zu sein.. ;-) Jody hatte ein Turnier und sie waren zu wenig Leute also habe ich ihm zu Liebe ausgeholfen. :-) War super interessant zumal ich noch nie zuvor auch nur irgendetwas darüber gehört habe. Es ist ähnlich wie Baseball. Ich habe den Ball sogar beim ersten Wurf getroffen und war so überrascht, dass ich zu erst gar nicht los gerannt bin. Erst als alle geschriehen haben run Anja ruuuunnnn bin ich los gerannt. War eine tolle Erfahrung. Mittlerweile kann ich vier verschiedene Country Tänze und bin ein leidenschaftlicher Pick Up Fahrer. :-) Im Houston Zoo haben sie ganz viele afrikanische Tiere und somit bin ich jetzt umso mehr davon überzeugt auf jeden Fall eine Safari in Arika anzustreben. Aber bis dahin ist noch viel Zeit und mal sehen was sich vor Ort finden wird. :-)

Jetzt steht erstmal Toronto Canada auf dem Plan und dann ggf. NY aber das wird sich noch zeigen. Glücklicherwiese fliegen hier die Flugzeuge noch. Im Amerikanischen Fernsehen wurde nur kurz über diesen Umstand berichtet aber keine Updates im Nachgang mehr.

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit.. bis dann... LG
Anja


Sonntag, 4. April 2010

Usa Texas

Ich gruesse Euch aus Pearland Tx.
Gestern war ich noch in Dallas Tx. Dort wurde ich von Samantha und Ayumi abgeholt. Ayumi habe ich seit 8 Jahren nicht mehr gesehen somit war es zauberhaft sich nach so einer langen Zeit wiederzusehen. Ayumi wohnt in Dallas somit konnten wir erstmal bei ihr bleiben. Abends sind wir nach einem fast 11 Std Flug in eine Bar gegangen und Morgens wieder frueh raus um mit dem Auto kurz eine Sightseeing tour durch Dallas zu machen. Anschliessend sind wir ca 4 Std. nach Richards TX gefahren. Dort wohnt die Familie einer Freundin von Samantha und mir. Hier habe ich das erstmal erfahren was es bedeutet wirklich im country zu sein. Eine Bar wo man u. a. auch sein Pferd anbinden kann und grosse Grundstuecke die man in einem Tag wohl nicht ablaufen koennte. Es war ein sehr schoener Abend mit der Familie von Bridgette mit einem riessigen Lagerfeuer und vielen Freunden aus der Nachbarschaft. Heute sind wir dann nach Pearland TX gefahren ca. 10 min von Houston entfernt. Bei Bridgette und Jody habe ich nun mein eignes Zimmer direkt neben Samantha. :) Morgen werde ich Samantha zur Arbeit fahren und mit ihrem Auto eine sight seeing tour durch Houston machen. Mal sehen was es alles zu sehen gibt. Ich werde die Tage berichten ... Viele Gruesse an Euch. Take care. bis dann.

Donnerstag, 1. April 2010

Letzte Vorbereitungen

Hallo,

so, um das hier jetzt mal zu testen fange ich bereits heute mit einem ersten Blog an.

Morgen werde ich mit meiner "kleinen" Reise beginnen. :-)

Bis jetzt habe ich noch nicht gepackt aber wenn man weiß was man packen möchte ist das ja kein Problem. ;-) So langsam wird der Countdown spührbar und das ist auch gut so. :-)

Der nächste Blog wird dann wahrscheinlich in Houston TX verfasst.

Ich wünsche Euch Frohe Ostern.

VG
Anja Herz