Donnerstag, 9. September 2010

Nachdem ich bei James und Antonio nach 3 Tagen ausgezogen bin, bin ich bei Jimmy und Zan eingezogen. J Eigentlich wollte ich mich dort nur verabschieden aber es war schon spät somit bin ich eine weitere Nacht in Raglan geblieben. Aus einer weiteren Nacht wurden mehrere. Im Endeffekt war ich dann fast 1 ½ Wochen in Raglan. J In Raglan habe ich mich einfach wohl gefühlt. Jimmy ist dort aufgewachsen und kennt viele Leute dort und ich habe viele nette Leute durch James, Jimmy und Antonio kennengelernt. Auch als ich alleine unterwegs war. J Es war eine wundervolle Zeit in Raglan. Nachdem ich es dann endlich geschafft habe meine 7 Sachen zu packen waren Eddie und ich nun auf dem Weg zum nördlichsten Punkt der Nordinsel. Zwischenzeitlich haben wir uns in der Nachbarschaft von Whangarei ein Schlafplätzchen gesucht um im Tageslicht unsere Reise fortsetzen zu können. Das erste Ziel war ein großer Wasserfall. Dort stand Kahn und wir kamen ins Gespräch und tauschten Kontaktdetails aus. Später mehr hierzu J

Weiter ging’s Richtung Cape Reinga. Zwischenzeitlich eine Nacht in Kaitaia. Interessant wie unterschiedlich Städte sind vor allem wenn man auf der Suche nach einem Schlafplatz ist. J In den frühen Morgenstunden ging es nun zum 99 Miles Beach. Letztlich haben wir ca 50 km am Strand zurückgelegt und ich wurde immer nervöser da ich keine Ausfahrt gefunden habe. Ich hatte Angst dass nun bald die Flut kommen würde. Also fuhren wir die meiste Zeit 110-20km/h um nicht stecken zu bleiben. J Nun sah ich eine Ausfahrt die wie eine Ausfahrt aussah… mit viel Schwung fuhren Eddie und ich den kleinen Berg hoch und waren direkt in einer Herde von Wildpferden. Sie waren genauso erstaunt wie ich. Es war wundervoll und es gibt keine schöneren Pferde als Wildpferde. Ich folgte den Pferden um irgendwie den Strand verlassen zu können und endete im Wald. Ich fuhr und fuhr und war schon am verzweifeln.. nicht wirklich aber man kann schon verloren gehen.. J Nach einer längeren Zeit durch den Wald kam ich dann an ein Tor dort stand auf der anderen Seite Privatgrundstück kein Zutritt. Das Tor ließ sich zum Glück öffnen und nun war ich auf der Suche nach der Hauptstraße die ich dann auch blad fand. An vielen Stellen stoppten wir und ließen die atemberaubende Natur auf uns wirken. Bald schon waren wir am nördlichsten Punkt. Die Einheimischen glauben daran dass an diesem Punkt Vorfahren sie nach dem Tod dort „abholen“ und sie in eine andere Welt bringen. Ich merkte sehr schnell dass es ein besonderer Ort war wie so viele Orte hier. Am besten ist jedoch ein Beweisfoto. Also stellte ich meine Kamera so ein dass man den nördlichsten Punkt und mich sehen kann. Sah auch alles gut aus. 10 sec timer war um, Bild wurde geschossen… tja und das Ergebnis. Ich als „Gespenst“. J Zufall??! J Noch nie hat meine Kamera so ein Bild geschossen… ;-)

Nun war es Zeit wieder zurück zufahren und erneut stoppten wir an vielen Stellen u. a. um den Sonnenuntergang am Strand zu sehen. Als ich am Strand war kamen 3 Einheimische Maori Frauen und ich fragte was sie vorhaben. Sie waren auf dem Weg Seafood zu fangen und ich fragte ob ich mit kommen könnte. Zu viert machten wir uns dann auf den Weg und sammelten Schnecken und Seeigel. Sehen zumindest so aus wie Seeigel schmecken aber richtig gut. Austern gab es auch die jedoch um einiges kleiner waren als ich sie kannte und auch der Geschmack war anderes. Wir sammelten Seafood für 8 Leute und ich fragte mich nur wie sollen die alle satt werden. Dort in der Gegend gibt es nicht viel Arbeit somit suchen die Maoris (welche ich traf) u. a. auch mal Essen in der Natur..Die Zeit verflog und es war dunkel. Zum Glück kannten die Frauen den Weg zurück. J Ich überlegte am Strand zu schlafen fühlte mich aber nicht sicher. Somit ging es zurück nach Kaitaia an meinen bekannten Schlafplatz. Ich kontaktierte Kahn am nächsten Morgen und er lud mich nach Kohukohu ein. Ich wählte eine Straße die nicht als Touristenattraktion galt und bald schon wusste ich auch warum. Ich fand viele Häuser die keine Häuser waren. Sehr einfach lebten die Leute dort. Schön war jedoch zu sehen dass dort die Kühe noch mit ihrem Babies zusammen auf der Weide stehen was man in anderen Gegenden nicht mehr findet. In Kohukohu angekommen wohnte ich nun erstmal mit Ann, Kahn und dem Hund Jess. In einem Haus das so nicht existiert per Gesetz. Ohne Strom.. Kahn und Ann (Kiwis) sind wundervoll, sehr spirituell. Sie sind sehr verbunden mit der Natur und haben sehr interessante Bräuche wie zum Beispiel das gemeinsame Singen und „beten“. Sie singen in der ältesten Sprache die soweit bekannt ist. Habe den Namen vergessen. J

Von Kohukohu reiste ich mit Kahn weiter zu seinem Haus. Wieder ein Haus dass es bei Gesetz so nicht gibt. Zwischenzeitlich besuchten wir mehrere Freunde. Interessante und tolle Leute. J

Nach ein paar tollen Tagen mit Kahn und Ann machte ich mich dann auf dem Weg zurück nach Wellington um die Südinsel zu bereisen bzw. bin ich im Moment wieder in Raglan um mich von meinen Freunden hier zu verabschiede. Lag ja mehr oder weniger auf dem Weg. J Ggf. wird Sonny (mein „kleiner“ Maori Bruder) mit mir nach Wellington reisen... Oh und ich habe meine Zeit in Neuseeland verlängert. Bleibe bis zum 3.11. wahrscheinlich… habe dann weniger Tage in Australien aber das ist ok. J Anyhow J Später mehr. J Bis dann.

VG

Anja

Der Baum ist 2000 Jahre alt



in einem kleinen Dorf. Im Hintergrund "Wild"pferde
so sah dieser Strand aus :-)
DAS Bild ;-)
nördlichste Teil von NZ

zufrieden, denn angekommen :-))


richtige Wildpferde und Eddie

mein Essen + Juice Plus. Wie gut dass ich peanut butter liebe sonst wäre jeden Tag nicht so einfach lol ;-)



99 miles beach


während dem Fahren

ich war kurz davor reinzuspringen aber es war schon sehr kalt



yay mein "Pferdchen" Zan





liked the name :-)