Donnerstag, 8. Juli 2010

letzten Tage in USA, dann Fiji

Im Moment befinde ich mich auf dem Weg von Fiji (ursprünglich wurde es von den Einheimischen Viti genannt) nach Neuseeland. Aber erst nochmal zurück nach USA. Von NYC bin ich nach Houston zu Samantha geflogen. In Housten konnten wir nicht so viel unternehmen da es einfach super heiß war. Einkaufen geht immer aber daran finde ich keine Freude. Ich hasse shoppen. Somit haben Samantha und ich ein paar ruhige Tage verbracht. Unter anderem haben wir für 12 Std. (oder so) meine Haare geflochten. Freitags bin ich dann nach Los Angeles geflogen. Am Flughafen wurde ich von einem Kumpel seinem Cousin abgeholt und wir sind direkt an den Strand gefahren. Verglichen zu Houston waren in Los Angeles Frühlingstemperaturen. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen nach einem Flug erst mal an den Strand zu gehen. :-))Abends wurde ich dann von Shannon an einer Bar abgesetzt und dort habe ich dann auf meinen Freund Cristian gewartet. Es war schon sehr lustig an der Straße mit all meinem Gepäck zu sitzen. Hierdurch hatte ich die Möglichkeit einfach mal inne zu halten und zu Reflektieren. Diese Momente hat man immer wieder mal und man kann sein Glück kaum fassen. J Abends sind wir in den Universial Studios Hollywood ausgegangen. Am nächsten Tag haben wir mit zwei weiteren Freunden eine Los Angeles Tour gemacht. Ich war das erste Mal an der Westküste. Es ist auf jeden Fall etwas anderes bspw. verglichen zur Ostküste. Leider war ich zu kurz in LA um wirklich die ganze Stadt zu sehen aber es war genug um einen Eindruck zu gewinnen. Von LA bin ich dann nach Fiji geflogen. Über 10 Std. Flug. In Fiji kam ich dann morgens um 5:30 Uhr und 2 Tage später an. Ich war in einem Zimmer mit einer Kakerlake ;-) und zwei weiteren Betten. Nur in einer Nacht musste ich das Zimmer teilen mit Kristy aus Australien. Ein light Breakfast gab es jeden Morgen. J Toast Peanatbutter und Marmelade. Auf jeden Fall ausreichend. J Im Hotel angekommen konnte ich es nicht abwarten den Strand zu finden. Der glücklicherweise nur ca 20 min Gehweg entfernt war. Das Hotelpersonal sagte dass es nicht sicher sei dort hin zugehen. Aber es war tagesüber und somit riskierte ich es. Mit meinem Taschenmesser in der Hand machte ich mich auf den Weg. Eine wunderschöne Landschaft umgab mich. Als ich den Strand schon vor mir sehen konnte wurde ich von einem Einheimischen begrüßt der aus seinem Zuckerfeld kam mit einem großen Messer in der Hand. Er sagte ich solle zu ihm kommen. Er machte einen freundlichen Eindruck und mein Bauchgefühl sagte mir dass ich mich zumindest mit ihm unterhalten sollte.Mit meinem Messer fest in der Hand setzte ich mich zu ihm auf das Kartoffelfeld das neben dem Zuckerfeld war. Zusammen aßen wir Zuckerrohr. Super Lecker. Ayas Familie ist in der 3. Generation in Fiji. Ursprünglich kam seine Familie aus Indien. Von diesem Tag an war ich nur noch mit Ayas Familie und Freunden der Familie unterwegs. Ich lernte seine ganze Familie kennen und wir aßen abends (mit den Fingern) zusammen. Ayas ist Farmer und Fischer somit sind wir an einem Tag auch fischen gefahren. Ein Freund von ihm hat ein Pferd bei ihm auf der Farm untergestellt und hierdurch konnte er mir einen Lebenstraum erfüllen, einmal mit einem Pferd am Strand zu reiten. Wir sind sogar ins Wasser geritten. Es war für mich unbeschreiblich. Leider wurde das Pferd in der Nacht geklaut. :-( Viele Menschen in Fiji sind sehr arm… wie auch mein Freund Mike (Fijianer). Ein Freund der Familie. Er besitzt nur Land auf dem sein Sohn wohnt. Er hat kein Einkommen aber wie er sagt in Fiji kann man auch ohne Geld überleben. J An einem Tag wurde ich von Mike (er hat eine Ehefrau und 5 weitere, die alle voneinander wissen) zur Busstation gebracht um mit dem Lokalbus in die Hauptstadt zu fahren. 4 Std. hin und 4 Std. zurück. Es war zauberhaft mit den Einheimischen zu reisen und die Natur war atemberaubend. Ich wusste nicht dass man mit einem Bus auch abheben kann. Aber in Fiji kann man das auf Grund der vielen Löcher in den Straßen und der schnellen Geschwingkeit. J Es war beeindruckend wie manche Familien leben. Viele kleine Gemeinden auf engsten Raum und sehr sehr einfach. Teilweise waren es noch nicht einmal Blechhütten… Aber egal wo man war jeder war freundlich und lächelte. Ich habe mich mit meiner Fijianischen Familie sehr wohl gefühlt und habe viele Eindrücke dazu gewonnen. Nun bin ich auf Neuseeland gespannt. Ayas Bruder und die Mutter seiner Ehefrau wohnen dort und sie wissen jetzt schon Bescheid dass ich komme und würden sich freuen wenn ich bei ihnen wohne. J Erneut habe ich sicherlich viel riskiert aber im Endeffekt unbeschreiblich viel gewonnen..Ich bin sehr sehr dankbar… und freue mich auf mein versprochenes Glück. ;-) Denn auf Fiji gibt es nur wenig giftige Tiere. Eins davon ist eine schwarz weiße Wasserschlange. Solch eine hat mich in der Hauptstadt begrüßt, gleich zweimal, als ich am Hafen mein Dosenfisch gegessen habe. Für die Einheimischen ist es ein Zeichen für viel Glück und dass ich Zwillinge haben werde.. also zweimal dann.. ;-) Abschied nehmen ist immer schwierig.. DAS ist das einzige was ich an meiner kleinen Weltreise überhaupt nicht mag.. Aber so ist das…

Mehr von mir wenn ich in Neuseeland bin.. Oh und über ein Feedback von Euch würde ich mich freuen… J Falls es hier im Zuge des Blogs nicht geht.. anja.herz@gmx.de

Bis dann, Viele Grüße

Anja


Jo während er eine Fiji Zigarette mit Zeitungspapier und Tabak dreht :-)
Kava traditionelles Getränk
Ayas, Arsha (sie nannte mich immer Aunty = Tante :-) ), Mike, Pins, Faiyaz (leider waren nicht alle da..)
Nach dem Fischen
Jo und Pins beim Netz einholen
Auf dem Weg zum Fischen
das Fischerboot
Auf dem Weg zur Hauptstadt Suva

im Bus



ich bin als VIP gereist ;-))) Mike hat einen bessern Preis für mich verhandelt
Morgens um 7


Fischsuppe
gutes Fiji Bier :-)
auf dem Weg zum Strand
Kapitän Ayas








jeden Tag eine frische Kokusnuss

Auf dem Weg zum Strand, rechts wohnt Ayas Familie

mein Bettchen :-)
Ankunft
in Los Angeles


mein Gepäck und ich


Strand in LA

Nach dem Feiern ;-)
Bei Jody's Tante am Pool


Mittwoch, 16. Juni 2010

Kanada und USA

Viel ist passiert.. folgend ein paar Ausschnitte aus dem Erlebten. Nur Ausschnitte denn würde ich alles schreiben müsste ich jetzt schon ein Buch verfassen. J Leider hatte ich die ganze Zeit keine gute Internetverbindung mit meinem Laptop um Bilder hochladen zu können. Nun ist es soweit und hier Bilder für Euch... Sind selbstverständlich viel mehr entstanden. J

Nach einer langen Reise durch USA war ich froh endlich in Kanada angekommen zu sein. Dort wurde ich von meinem Freund Paul abgeholt. Am nächsten Tag musste Paul unerwartet arbeiten somit bin ich mit ihm in die Stadt gefahren und habe Toronto mit dem Sightseeingbus kennengelernt. Sightseeingbusse sind in den meisten Städten wirklich nur zu empfehlen besonders in Toronto denn das Ticket war eine Woche gültig und man konnte den ganzen Tag ein- und aussteigen. J Toronto ist eine sehr saubere und schöne Stadt mit Menschen aus ganz vielen verschiedenen Ländern. Bis jetzt ist Toronto für mich die Stadt mit dem meisten MulitKultianteil. Bei Freude an Shoppen ist man in Toronto gut aufgehoben. Es gibt dort über 20 km ein unterirrdisches Shoppingcenter neben all den anderen Möglichkeiten.

Paul und ich haben Do. Angela kennengelernt. Paul kannte sie aus dem Internet somit war das schon eine spannende Geschichte. Angela und ich haben uns direkt super verstanden und sie meinte dann Anja ich nehme Dich übers Wochenende mit nach Tillsonburg. Somit war ich dann ab Sa. mit Angela unterwegs und habe auch noch Kanadas Country kennengelernt. Wunderschön. Ihr Vater wohnt in dem schönsten Haus was ich je gesehen habe. Direkt an einem See mit Wildgänsen und schöner Natur. War echt ein zauberhafter Ort. Dort haben wir ihren Sohn abgeholt. Am nächsten Tag sind wir zu den Niagara Fällen gefahren und sogar mit einem Boot ganz nah an die Fälle gefahren. War echt ein tolles Erlebnis und vor allem ein nasses. J Zu diesem Zeitpunkt war ich in Kanada und USA zu gleichen Zeit. Auf unserem Weg zurück nach Tillsonburg haben wir einen Freund von Angela besucht. Er ist aus Trinidad und kommt zur Session nach Kanada um Geld zu verdienen. Dort leben die Session Arbeiter dann auf kleinen Farmen zu acht oder so in einem kleinem Haus. Die Bedingungen vor Ort waren nicht gut. LAngela sagte dass es in Kanada vergleichbare Verhältnisse zur Sklaverei gibt. Ich habe davon auf jeden Fall einen Eindruck bekommen.

Nach ein paar Tagen bin ich mit dem Zug zurück nach Toronto gefahren. Leider konnte ich Paul nicht erreichen somit musste ich meinen Weg irgendwie zu ihm finden. Das war eine größere Herausforderung und nach mehreren befragten Leuten bin ich dann zumindest in der Gegend angekommen, zumindest hoffte ich das. Letztlich habe ich auf einem großen Parkplatz ein Auto gesehen mit drei Männern und dachte mir, dass sie vielleicht ein Navigationsystem haben. Dem war auch so. Nun wusste ich dass ich so gut wie Zuhause (nicht Daheim, is klar) war. J Die drei afrikanischen Männer haben mir dann angeboten mich dort hin zu fahren. Nach kurzer Überlegung habe ich mich darauf eingelassen mit dem Gedanken es wird schon gut gehen. Und es ging besser als gut. Von diesem Tag an war ich für die Rest der Zeit mit den „Jungs“ unterwegs und habe ein wenig afrikanisches Essen und Kultur kennengelernt. Alle drei sind Geschäftsmänner und von da an habe ich für nichts mehr zahlen müssen. Somit wurden meine Impfungen bei einem kanadischen Arzt, eine super tolle Kodak Kamera, Essen, Alkohol und 100 kanadische $ von meinen afrikanischen Freunde für meine kleine Weltreise gesponsert. Sie fanden es sehr beeindruckend dass ich alleine reise und konnten gut verstehen dass ich für jede Unterstützung mehr als dankbar bin. Ich konnte mein Glück somit kaum fassen dass ich per Zufall so viele tolle Leute kennengelernt haben. Die Jungs haben mich dann auch zum Bus gefahren der mich direkt über Nacht nach NYC gebracht hat. Morgens um 5:30 Uhr war ich dann in NYC. In NYC wohnte ich bei Montez und seiner Familie in Harlem in den „Projects“ bzw. Ghetto. Das heißt keiner hat Geld oder ein Job bis auf Montez. Es ging jetzt nicht mehr darum günstiges Essen zu finden sondern das günstiges Essen überhaupt. Nie habe ich zuvor für so viele Leute gekocht. In vielen Aspekten war es eine Umstellung und ich habe viele neue Eindrücke sammeln können und konnte sehr viel dazu lernen. Die Familie wollte nicht dass ich irgendwo alleine unterwegs bin. Außer mit dem Fahrrad durch den Feierabendverkehr. J Somit waren Montez und ich viel mit dem Fahrrad unterwegs aber ich auch oft alleine. Sicherlich eine Herausfoderung in New York City. Montez und sein Kumpel Deen haben mir gaaanz NYC gezeigt. Ich habe alles gesehen was ich sehen wollte und wir sind fast durch den ganzen Central Park gelaufen der wunderschön ist. Durch Montez habe ich viele tolle Leute kennengelernt und die unterste soziale Schicht in USA anders als ich das auch schon kannte. NYC ist nicht vergleichbar mit anderen „Ghettos“. Eines Abends habe ich diesbezüglich meine Erfahrungen gemacht. Abends um 8 Uhr fielen 5 Schüsse direkt um die Ecke bei einem kleinen Geschäft. Wie Montez sagt bullets have no name. Kugeln haben keinen Namen. Es wurden zwei unschuldige Menschen getötet. Diese Situation hat mich schon sehr nachdenklich gemacht. Aber so leben Montez und seine Familie. Trotz allem fühlte ich mich dort sehr sicher. Wir wohnten direkt in der Nähe vom Central Park und NYC gefällt mir nun richtig gut. Als ich damals hier war als Tourist hat es mir nicht gefallen. Jetzt fühle ich mich wie in New Yorker. J Leider wurde mir an meinem letzten Abend im Club meine Kamera geklaut. Nun weiß ich aber das ich immer super vorsichtig sein muss.. Somit war es eine Lektion.

Zwischenzeitlich bin ich dann mit dem Bus nach Highland Falls gefahren um meine Patenkinder zusehen. Es war sehr sehr schön ich habe die leider sehr kurze Zeit mit ihnen und in einer Kleinstadt sehr genossen. Nach meinem kurzen Aufenthalt war ich dann wieder zurück in NYC und nun auf dem Weg nach Washington DC. In Washington war ich nur für eine Nacht und bin dann mit dem Bus nach Indianapolis gefahren. Vorgesehen waren 14 Std. Busfahrt. Da ich meinen Transferbus verpasst habe war ich dann 20 Stunden mit den Greyhoundbussen unterwegs und hatte 3 Stops. In Indianapolis habe ich dann die Stumpfs getroffen. Die Stumpfs habe ich vor ca. 8 Jahren in Madrid kennengelernt als unser Flugzeug kaputt war und wir eine Nacht in Madrid verbringen mussten. Ich habe immer gesagt dass ich sie irgendwann mal besuchen würde. Nun war es soweit. Es war total schön sie wiederzusehen. Jerry ist ein Collegelehrer und Jacquie eine Grundschullehrerin. Beide haben sie mir Arbeitsstätten gezeigt. Überall waren Kameras installiert. Alles ein wenig anders als in Deutschland. An einem Tag haben wir einen Ausflug nach Kentucky gemacht und haben dort die Geschichte über die Shakers kennengelernt. Die Shakers waren eine gläubige Gemeinde mit ihren eigenen Liedern und Gebräuchen aber vor allem waren sie komplett isoliert von der Außenwelt. Da sie wie Brüder und Schwestern lebten fanden sie um 1910 keine neuen Mitglieder mehr.

Ich hatte eine tolle Zeit mit den Stumpf und deren Enkelkindern. Von Indianapolis bin ich dann mit dem Bus nach Chicago gefahren. Chicago hat mir sehr gut gefallen. Eine wunderschöne Stadt. Nachdem ich das Wochenende in Chicago verbracht habe bin ich wieder nach NYC zurück geflogen da mein Freund Jörg aus Deutschland in NYC war und somit konnten wir uns wiedersehen. Es war wundervoll mit Jörg in NYC zu sein. Von NYC ging es dann mit dem Flugzeug nach Houston. Und nun arbeiten Samantha und ich an einem Masterplan für die nächsten 14 Tage. Die Zeit ging viiiel zu schnell um.. L

Viele Grüße von mir an Euch aus Houston.

Anja




time square

mein Patenkind Justin
skydeck in Chicago. Höchstes Gebäude in USA

Käse und Karamellpopkorn gemischt.. super super lecker
Subway über den Straßen von Chicago
skyline Chicago
Niagarafälle
auf dem Weg zurück nach NYC
die Stumpfs
mein Patenkind Andre
Subway NYC
in so einem Haus in NYC habe ich gewohnt
Wallstreet
in der Nachbarschaft in NYC